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Bericht zur Prinzenproklamation 12.11.2011

Spass-Marathon bei der Proklamation

550 Jecke feierten in der Aula bis 0. 30 Uhr, danach ging‘s im Foyer weiter bis in die frühen Morgenstunden. Sechseinhalb Stunden Sitzung kamen nicht zusammen, weil Redner überzogen haben, sondern weil die Stimmung so gut war und kein Künstler ohne mehrere Zugaben von der Bühne gelassen wurde. Kurz: Wir hatten mal wieder Spass mit zwei „s“!

Literat Reinhold Boese hat neben bewährten und begehrten Kräften auch die besten Newcomer der Session zu uns an die Agger geholt.

Immer getreu unseres Mottos: Wir wollen nicht über Spaaaß schwaden sondern lieber Spass haben, ging es gleich los mit den Räubern. Der Saal brauchte jedoch gar keine Eisbrecher. Die Jungs bekamen einen heißen Empfang und die Stimmung kam schneller von Null auf 100 als Vettel beim letzten Formel 1 Sieg.

Drei Immis regieren

Entsprechend vorgeheizt waren die Jecken, als sie endlich ihr neues Dreigestirn begrüßen durften. Prinz Frank II, Jungfrau Christin und Bauer Benjamin spürten zum ersten Mal am eigenen Leib und im eigenen Herzen wie es sich anfühlt, wenn man von 550 Menschen gefeiert und willkommen geheißen wird. Bürgermeister Andreas Heider hielt seine Ansprache zur Proklamation kurz, knackig und witzig: „Die Drei sind ein prima Beispiel dafür, wie gut Immis in Overath integriert werden. Der Prinz kommt aus Heiligenhaus, die Jungfrau ist in Herkenrath aufgewachsen und der Bauer ist Vilkerather.“ 

Spitzenkräfte haben Spass

Als erstes Highlight durften die frisch proklamierten Tollitäten direkt die Paveier auf der Bühne empfangen. Seit 28 Jahren ist die Band aus dem Kölner Karneval nicht wegzudenken und auch bei uns in Overath sind sie Stammgäste. Jedes Jahr reißen sie die Jecken von den Sitzen. Sie brauchen nur ein Wort zu sagen: „Schön…“ und 550 Stimmen antworten „…ist das Leben!“ Daran haben die alten Profis noch immer sichtlich Spass. Sie bedankten sich mit zwei Zugaben.

Obwohl der Saal nach diesem Auftritt noch kochte, verschafften sich Klaus & Willi sofort Gehör und dem Publikum eine kurze Sitzgelegenheit. Als einziger Redner des Abends, sorgte sein ausgezeichnetes neues Programm für Lachattacken. Er ist mit Sicherheit der beste Bauchredner, den Köln zu bieten hat. Klaus Rupprecht kommt jedes Jahr gerne, denn die Overather wissen eine gute Rede zu schätzen.

Auch die Kalauer  sind eine bewährte Gruppe, die regelmäßig an die Agger kommt. Ihr neues Programm kann sich wieder sehen lassen: Die musikalischen Parodien sind gekonnt vorgetragen und inhaltlich witzig. Es sind gute Büttenreden zum Mitsingen und Schunkeln.

Ein großer „Knubbel“ darf auf keine Sitzung fehlen: Bei uns kamen die Funken Blau Weiss einmarschiert. Das Stippeföttchen zu seinen Ehren hat unser 1. Vorsitzender Rainer Habers sichtlich genossen.

Nach dem Traditionscorps aus Köln, konnte nur ein Auftritt die Stimmung noch steigern: Die Traditionband aus Overath – die Veedelsjunge! Ein 550 stimmiger Backgroundchor unterstütze die Lokalmatadore textsicher bei jedem Song. Und die beiden unterstützten als Revanche das Dreigestirn bei seinem Mottolied: Einem Stück zum Schunkeln mit „janz vill Hätz“

Neue Talente machen uns Spass

Gleich zwei recht neue junge Gruppen haben bei der Proklamation eingeschlagen wie eine  Bombe. Es kann passieren, dass Newcomer den Saal leerspielen und das Foyer voll. Das Gegenteil fand bei uns statt:

Die Wanderer hätten wir am liebsten nicht weiterwandern lassen. Die junge Formation, riss mit gekonntem a Cappella Gesang die Gäste von den Stühlen. Nebenbei tanzen die Jungs auch noch klasse – das muss man erst mal bringen…Von denen wird noch viel zu hören sein, ganz bestimmt auch in Overath.

Als man glaubte, es sei gegen Mitternacht keine Steigerung mehr möglich, kam Querbeat auf die Bühne und bewies das Gegenteil. Zur Geisterstunde trieb sie die Jecken von den Stühlen auf die Stühle und Tische. Die 20 Köpfige Brass- und Marching Band in schrillen Outfits macht Samba Colonia und zwar aus allem, was man dazu machen kann. Sie schaffen es, aus Klassikern wie „Kayjass Nummer Null“ oder den „Eingeborenen von Trizonesien“ Rio-taugliche Stücke zu machen. Was schon Samba ist, wird besserer Samba und auch die eigenen humorvoll getexteten Lieder sind ebenso tanz- wie mitsingbar. Nicht umsonst gilt Querbeat als eine der besten Nachwuchsbands im Kölner Karneval. Die werden mal ganz groß und haben versprochen, auf jeden Fall wieder an die Agger zu kommen. Die Bühne verließen sie nassgeschwitzt nach 4 Zugaben nur, weil noch ein Termin in Köln anstand.

Insgesamt bewies die Proklamation in Overath mal wieder, dass man mit viel Musik, wenig Worten, bestens gelauntem Publikum und der richtigen Mischung aus bewährten und neuen Kräften auch mitten im November eine richtig jecke Sitzung gefeiert kann, die eigentlich eher eine große Party ist.

Die KG freut sich auf eine herrliche Session 2012 mit Euch, der passende Anfang ist gemacht.

© 2006-2012 Overather  KG “Spass am Karneval”